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Aus: Junge
Deutsche und Polen begegnen sich. Schüleraustausch und Studienreisen.
Herausgegeben von Lothar Nettelmann und Gerhard Voigt
Elisabeth Goldmann
Bericht über den ersten Besuch
einer Gruppe von 20 Schülern der Realschule I, Burgdorf
Im September 1992 verbrachten zwanzig Schüler und
Schülerinnen aus den 8. und 9. Klassen unserer Schule eine Woche in Poznan. Die
Partnerschule hatte bei der Programmgestaltung die Interessen der 13 bis
14jährigen getroffen. Der Besuch eines Gestüts in der Nähe Poznans
verbunden mit der Möglichkeit zu reiten oder eine Kutschfahrt zu machen war
wohl als Höhepunkt anzusehen.
Die Unterbringung der Schüler und Schülerinnen
erfolgte in Gastfamilien. Die Mühe und Sorgfalt, die die polnischen Familien
aufwandten, beeindruckte unsere Schüler und Schülerinnen. Die polnische
Gastfreundschaft war für sie etwas Ungewohntes. Durch die Medien und durch
Gespräche vor der Reise war die Lebens- und Wohnsituation in Polen den
Schülern bekannt, um so größer das Erstaunen und auch Betroffenheit, daß für
den Gast alles da war.
Die Verständigung untereinander erfolgte meistens
in Englisch, erstaunt stellten die Burgdorfer fest, daß in den
Gastgeberfamilien oft Deutsch verstanden wurde oder Großeltern dolmetschten.
Wir hatten unsere Schüler und Schülerinnen nur am
Rande über die geschichtlichen Belastungen beider Völker informiert, einige
haben Großeltern, die aus Schlesien oder Ostpreußen stammen. Wir wollten ganz
bewußt die 13 bis 14jährigen in ihrer Spontanität nicht beeinträchtigen, sie
sollten sich ungezwungen ihren polnischen Altersgenossen gegenüber
verhalten. Die Neugier auf das ganze fremde Land sollte echt sein. So war die
Woche geprägt von einem sehr ungezwungenen Umgang miteinander.
Uns zeigt die Woche in Poznan, daß man auch schon
mit Schülern und Schülerinnen dieser Altersstufe einen Aufenthalt in Polen
unternehmen kann. Wichtig ist hierbei aber, daß man vorher intensiv den Schülern
und deren Eltern die wirtschaftliche Situation vor Augen führt. Man fährt in
ein Land, das nach Naziherrschaft und kommunistischer Diktatur erst langsam
seinen Weg in die Marktwirtschaft findet.
Inhaltsverzeichnis
Herbert Schmalstieg: Vorwort
Zeitgeschichtliche Notiz 1990
Lothar Nettelmann:
Einleitung: Schüleraustausch - warum mit Polen?
Zur Konzeption
Lothar
Nettelmann: Einleitung 1993. Zu den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen
deutsch-polnischer Jugendarbeit als Folge des politischen Paradigmenwechsels in
Polen und ihrer Bedeutung für die Träger politischer Bildung in Deutschland
Lothar
Nettelmann: Der Schatten der Geschichte im Jahre 1989 -
die Mahnung des 1. September 1939
Ulrich
Bauermeister: Schüleraustausch zwischen jungen Deutschen
und Polen als Auftrag der UNESCO (1989)
Gerhard Voigt: Polenreisen der Bismarckschule
Hannover - Modellbeispiele und
Alternativen
(1989)
Gerhard Voigt:
Polenreisen in Zeiten der gesellschaftlichen Krise [Didaktische Konzeption,
Reiseroute, Reiseziele] (1993)
Lothar Nettelmann, Günther Fuchs, Dr.Wolfgang
Scholz: Der
Schüleraustausch der UNESCO-Schule am Maschsee, der Bismarckschule Hannover
Wolfgang Jordan, Lothar Kutsch: Ein
Schulchor, eine Theatergruppe und ein Leistungskurs fahren...
(1989)
Siegfried Riedel: Schüleraustausch im Geist der Ökumene (1989/1993)
Michael Droldner, Matthias Bömeke:
Ein Schüleraustausch zwischen katholischer
Schule und Pfarrgemeinde (1989)
Werner Fink, Ursula Ruehr: Gedanken zu einem Arbeitsbesuch mit Schülern
im ehemaligen Konzentrationslager Stutthof
(1989)
Dr. Olgierd Lissowski, Poznań: Jugendaustausch
und Politik
(1989)
Piotr Korek,
Poznań: Ein Schüler- oder Schulenaustausch? (1989)
Joachim
Dallwig: Polenkontakte heute (1989)
Aleksandra Hoffmannowa: Neue Freundschaften
(1991)
Gertrud Irmler: Eine polnische Dorfgemeinschaft
lädt Hannoveraner ein (1992)
Phoebe Koch: Verständigung – auch ohne Worte
(1993)
Aleksandra Hoffmannowa: Ein Brief aus Polen...
(1991)
Elisabeth Goldmann: Bericht über den ersten Besuch
einer Gruppe von 20 Schülern der Realschule I, Burgdorf (1993)
Lothar Nettelmann: Thesen zu den veränderten
gesellschaftspolitischen Rahmenbedingungen in Polen und ihre Bedeutung für die
deutsch-polnische Jugendarbeit (1993)
Lothar Nettelmann: Perspektiven für die neunziger
Jahre im Jahre 1990
Henryk Wolkonskis: Ist der Weg
deutsch-polnischer Verständigung am Ziel? Reflexionen 1992
Anhang: Autorenverzeichnis
Impressum für diese Publikation
Herausgeber: Lothar Nettelmann / Gerhard Voigt
Redaktion Gerda Heinemann Lothar Nettelmann
Gerhard Voigt Armin Walthemate
Herausgegeben für die
Deutsch-Polnische-Gesellschaft Hannover e.V. und den UNESCO-Club der
Bismarckschule Hannover e.V.
Junge Deutsche und Polen begegnen sich.
Schüleraustausch und Studienreisen. Hrsgg. von Lothar Nettelmann und Gerhard
Voigt - Hannover: UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule
Hannover, e.V. (An der Bismarckschule 5, Hannover) und Deutsch-Polnische
Gesellschaft Hannover e.V., 1990.
Satz und Layout: Ritterdesign, Laatzen
Printed in Germany
(Schriftenreihe des UNESCO-Clubs für die
UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V.) 1. Auflage 300
Alle Rechte vorbehalten. Verwendung im Bereich von
Schule und Hochschule ist zugestanden. Nachdruck nur mit Genehmigung der Autoren
bzw. des Herausgebers. Zitate bitte mit vollständigem Quellennachweis.
Internetpublikation auf
http://www.polen-didaktik.de August 2009
Verantwortlich: Gerhard Voigt, OStR i.R.
bismarckschule.voigt@gmx.de
http://www.voigt-bismarckschule.de
http://www.unesco-club-hannover.de
Vgl. dazu
Impressum
Überarbeitet August 2009
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