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Lothar Nettelmann:

Die Partnerschaft zwischen dem V. Liceum in Posen/Poznań und der Bismarckschule Hannover

Die Partnerschaft der Bismarckschule und des V. Liceum

Die Partnerschaft der Bismarckschule und des V. Liceum ist mehr als ein Schüleraustausch zwischen deutschen und polnischen Schülern.

Sie ist einbezogen in die Städtepartnerschaft der beiden Messestädte Hannover und Poznań. Übrigens ist diese Städtepartnerschaft entstanden aus dem Kontakt hannoverscher Besucher (Aussteller, Vertreter der Stadtverwaltung und des Rates sowie insbesondere des Oberbürgermeisters) in Posen und der entsprechenden polnischen Gäste in Hannover. Aus geschäftlichen wurden freundschaftliche Kontakte. Der Warschauer Vertrag vom 7. Dezember 1970 wurde damit durch Bürger der Städte Hannover und Pozna umgesetzt und ein wichtiges Stück Aussöhnung und Normalisierung praktiziert.

Die Idee, eine Städtepartnerschaft zu vereinbaren, wurde schon Anfang der siebziger Jahre entwickelt. Sie reifte – oder besser: es galt, eine ungeheure Zahl von kleinen Fragen und großen Problemen zu klären und zu bewältigen. Im Jahre 1979 konnte dann der Vertrag unterzeichnet werden. Gleichzeitig wurde in Hannover eine Deutsch-Polnische Gesellschaft gegründet, der auch wir eng verbunden sind. Auch sie setzte sich die Aufgabe, zur Aussöhnung und Verständigung mit Polen beizutragen.

Die Schulpartnerschaft ist nun nicht durch eine konsequente Planung zustandegekommen. Sie ist vielmehr die logische Entwicklung, die 1975 in gewisser Weise zufällig begann.

Für einen Leistungskurs bot sich die Gelegenheit einer Studienfahrt nach Polen. Für alle Beteiligten war es die erste Begegnung mit Polen. Aus dieser erfolgreichen Reise mit ihren überwältigenden Eindrücken entstand sofort der Wunsch, für das Jahr 1976 wieder eine Reise mit einem Leistungskurs zu planen. Inzwischen hatte sich aber aufgrund der Ölpreiskrise und des überraschenden Regierungswechsels in Niedersachsen eine neue Situation ergeben. Die Landesregierung genehmigte keine Studienfahrten ins Ausland mehr – ausgenommen nach Rom oder Griechenland für die Altsprachler. Es entsprach dem pädagogischen Selbstverständnis des Fachlehrers, auch einer gewissen Oppositionshaltung gegenüber schulbürokratischen Hemmnissen, nach Ersatzlösungen zu suchen. Wir knüpfen dabei an die Praxis der Fahrten in die USA oder die Niederlande zu unseren damaligen Partnerschulen an. In diese Reisen wurden jeweils die Osterferien einbezogen. Diese Reisen in die Länder USA, Niederlande, England und  Frankreich waren  schon in  den fünfziger Jahren Ausdruck des Selbstverständnisses dieser UNESCO-Schule am Maschsee, der Bismarckschule. In diesem Zusammenhang wurde eine für 1976 geplante und abgesagte Reise dann im März/April 1977 während der Osterferien durchgeführt. Diese weder durch die Schulbehörde noch durch die Schulgremien genehmigungspflichtige Reise – sie war rechtlich eine Privatreise unter der Leitung und der Verantwortung des Lehrers – stand unter der ausdrücklichen Unterstützung der Schulleitung und fand positive Resonanz im Kollegium. Im nachhinein kann festgestellt werden, daß hierbei der Charakter als UNESCO-Schule deutlich wurde, ohne daß das damals besonders reflektiert oder auch nur hervorgehoben wurde.

Aufgrund dieser zunächst gegebenen organisatorischen Rahmenbedingungen wurde eine Konzeption entwickelt. Sie gilt bis heute für unsere nach wie vor in den Ferien – z.T. unter Einbeziehung von Unterrichtstagen – durchgeführten Studienreisen nach Polen und in die Türkei. Aus beiden haben sich dann die Austauschkonzeptionen entwickelt. An den Reisen sollen Schüler und Schülerinnen der gesamten Oberstufe und eventuell ab Klasse 10 sowie einige Lehrer und Lehrerinnen teilnehmen können. In einer besonderen Arbeitsgruppe werden die Reisen organisatorisch und inhaltlich vor- und nachbereitet; wenn möglich wird eine Reisedokumentation angefertigt. Der fehlende Bezug zu einer Kursthematik und den entsprechenden Lernzielen wird ersetzt durch eine eindeutig starke Motivation während der Teilnahme, eine individuelle Öffnung für andere Wahrnehmungen. Dieses Prinzip, das im hohem Maße auch außerschulisches Lernen bedeutet, wird beim Schüleraustausch noch verstärkt und soll bei diesem Thema dann besprochen werden.

Die Reise 1977 verlief so erfolgreich, daß auch für 1978 sofort eine weitere Reise geplant wurde, die dann aber bis 1979 verschoben werden mußte. Bei dieser Reise kam durch die Vermittlung des polnischen Jugendreisebüros JUVENTUR ein Kontakt mit unserer späteren Partnerschule zustande. Die Schule empfing uns sehr herzlich, und spontan wurde beiderseits die Frage eines Schüleraustausches erörtert. Zunächst war es wohl mehr ein Wunsch, ohne die Realisierbarkeit überhaupt abschätzen zu können.

Zum entscheidenden Faktor wurde dann der Abschluß des Partnerschaftsvertrages zwischen Hannover und Pozna sowie auch die Gründung der Deutsch-Polnischen Gesellschaft Hannover, der mehrere Kollegen und Kolleginnen der Bismarckschule angehören. Es ist jetzt müßig, all die Bemühungen und Ansätze nachzuzeichnen, die dann zum Abschluß des Partnerschaftsvertrages der beiden Schulen führten. Wesentlich aber war – und dies ist ein immer wieder zu beobachtender Faktor in der Zusammenarbeit mit einem sozialistischen und in hohem Maße bürokratisierten Land – ein außergewöhnliches Maß an Durchsetzungsvermögen und Hartnäckigkeit unsererseits. Glücklicherweise ist die Situation im Jahre 1989 sehr stark erleichtert; einige wichtige Problemebenen sollen aber skizziert werden:

Die bestehenden Hemmnisse sind im wesentlichen politischer Art. Es waren sowohl innen- als auch außenpolitische Gründe, die die polnischen Behörden bewegten, äußerst zurückhaltend in Fragen eines Schüleraustausches zu sein. In den siebziger Jahren hatte es bereits einige wenige Ansätze gegeben, daß auch polnische Schülergruppen die Bundesrepublik besucht hatten. Zumeist handelte es sich aber um einmalige Angelegenheiten. In einem Falle wurde die Polenreise einer Hamburger Schule, die an sich sehr erfolgreich war, von einer begleitenden Journalistin nachträglich aber in einer Illustrierten völlig instinktlos, unqualifiziert und sogar mit – möglicherweise ungewolltem – revanchistischem Unterton beschrieben. Der Bericht wurde uns in Polen gezeigt, und es wurde uns klar gemacht, daß man sich das keinesfalls bieten lassen könne. Diese Ereignisse hatten zum Abbruch des Schüleraustausches geführt. Die Warschauer Behörden erteilten unter diesen Umständen keine Genehmigungen mehr.

Ein weiteres Hindernis war der offenkundige Druck auf das polnische Volksbildungsministerium sowie das Außenministerium, der durch die DDR ausgeübt wurde. Es gab in den siebziger Jahren umfangreiche Austauschprogramme zwischen Polen und der DDR auf vielen Ebenen. Der DDR waren die sich anbahnenden Kontakte mit uns ein Dorn im Auge, und sie versuchte mit allen Mitteln, diese zu hintertreiben.

In der polnischen Staats- und Parteiführung dominierten damals noch die sogenannten „Betonköpfe“, die keinerlei Interesse an den Kontakten Jugendlicher mit der Bundesrepublik hatten. Sie fürchteten sicherlich um ihren Einfluß, ja Machterhalt; die Bestätigungen haben sich dafür ja in den vergangenen Jahren ergeben. Die Denkkategorien des „Kalten Krieges“ dominierten noch.

Andererseits gab es in Polen Kräfte, die, als Fachleute hochqualifiziert, aus unterschiedlichen Motiven heraus eine Hinwendung zum Westen als notwendig erachteten. Es waren Technologen, Ökonomen, Geisteswissenschaftler, Journalisten – vor allem diejenigen, die an Reformentwürfen arbeiteten. Sie hatten die Reformdiskussionen in der Bundesrepublik studiert und erkannt, daß nur durch qualitative Reformen eine positive Entwicklung möglich wäre. Der persönliche Kontakt zu diesen Fachleuten, die an wichtigen Entscheidungsprozessen mitwirkten, entwickelte sich sehr kollegial  und zum Teil auch privat sehr herzlich. Gleiches ist zum Beispiel auch von den Teilnehmern der Schulbuchkonferenzen zu sagen.

Da sämtliche uns betreffenden Entscheidungen aber auf höchster Ebene fielen, das heißt im Politbüro und der Parteispitze, konnten sich die zuständigen Fachleute in den Ministerien und weiteren nachgeordneten Behörden der Schulbürokratie nicht durchsetzen.

Es war für uns ein glücklicher Umstand, daß 1979 nach Abschluß des Partnerschaftsvertrages[1] Hannover-Pozna ein Austausch- und gemeinsames Arbeitsprogramm der beiden Städte beschlossen wurde. In dieses erste Programm wurde nun der Schüleraustausch der Bismarckschule mit dem V. Liceum einbezogen. Dies geschah durch die besondere Unterstützung von Oberbürgermeister Schmalstieg (Hannover) und Stadtpräsident Sleboda (Pozna ). Vorausgegangen waren direkte Gespräche des Schulleiters der Bismarckschule Hannover mit dem Leiter der Partnerschule und dem dortigen Kurator (Oberschulrat) sowie mit dem Vizepräsidenten der Stadtverwaltung in Pozna .

Ein gravierendes Problem war die Unterbringung. Es wurde vereinbart, daß die Gruppen jeweils in einer Jugendherberge oder einem Jugendheim wohnen sollten. Dies war damals unumgänglich, da die Unterbringung der deutschen Schüler von der polnischen Seite aufgrund der oft zu kleinen Wohnungen als schwierig angesehen wurde. Der eigentliche Grund waren aber die starken grundsätzlichen Vorbehalte einiger politischer Kreise in Polen, die durch die Unterbringung im Jugendheim beschwichtigt wurden. Unser Ziel war aber von Anfang an der echte Austausch, das heißt: auch das Wohnen in den Familien der gastgebenden Schule.

Da dies vorerst nicht möglich war, reservierten wir in Hannover in einem Jugendheim, in dem auch eine Beköstigung erfolgen konnte, die entsprechende Anzahl Zimmer für den vorgesehenen Zeitraum im Juni 1981. Ein Plan für den zwölftägigen Aufenthalt wurde erstellt. Wir gingen dabei von folgenden Gesichtspunkten aus:

  1. Die polnischen Schüler sollten so oft wie möglich am Unterricht in der Bismarckschule teilnehmen. Diese Schüler, die Deutsch als zweite Fremdsprache mit sechs Wochenstunden erlernen, sollten natürlich in erster Linie Deutsch sprechen und hören. Dies war der primäre Wunsch der polnischen Lehrer. Diesem Wunsch konnte aber nur durch die Teilnahme auch an allen Fächern der Aufgabenfelder B und C entsprochen werden. Gerade die sogenannten Sachfächer eignen sich aufgrund ihrer im hohem Maße beschreibenden Sprache sowie der Verwendung der – bekannten – Symbolsprachen sehr gut. Da in Polen Russisch erste Pflichtfremdsprache ist und diese Fremdsprache auch an der Bismarckschule als zweite Pflichtfremdsprache unterrichtet wird, wurde auch dieser Unterricht [und teilweise auch der Englischunterricht] besucht. Die polnischen Schüler nahmen dann auch an fast allen Unterrichtsfächern teil.

  2. Es sollte ein Programm erstellt werden, um nach landeskundlichen Kriterien Hannover und seine Umgebung kennenzulernen. Wir entschieden uns für eine Besichtigung eines Industriebetriebes (VW-Werk), den Besuch einiger Stadtteile sowie einen Ausflug in die Nachbarstadt Hildesheim. Ein Empfang beim Oberbürgermeister und ein Gespräch über die Kommunalpolitik wurden ebenfalls eingeplant.

  3. In weiteren Veranstaltungsbesuchen sollten die Gäste Hannovers vielfältiges Kulturprogramm kennenlernen.

  4. Es sollte – trotz der organisatorischen Hemmnisse – ein intensiver Kontakt der Gäste mit den Schülern und Schülerinnen der Bismarckschule und ihren Familien möglich sein. Zu diesem Zweck erklärten sich interessierte Schülerinnen und Schüler der Bismarckschule bereit, die Betreuung von jeweils einem polnischen Schüler oder einer Schülerin zu übernehmen. Dies bedeutete, daß alle außerschulischen Aktivitäten und Programmpunkte mit der polnischen Gruppe und einigen hannoverschen Schülern gemeinsam abliefen. Daneben gab es ausreichend Freizeit, bei der die Schülerinnen und Schüler nach eigenem Ermessen ein Programm erstellten, die Stadt besuchten oder die Gäste einzeln oder in kleinen Gruppen privat einluden.

Letztere Aussagen beziehen sich aber noch nicht auf das Jahr 1981. Nachdem nämlich im April 1981 bei einem Besuch in Pozna noch zugesichert worden war, daß die Gruppe im Juni kommen könne, erfolgte wenige Wochen vor dem vereinbarten Termin die Absage. Die Krise hatte sich in Polen verschärft, und die mündlich zugesagten Genehmigungen wurden  in Warschau  zurückgezogen.

An diesem und dem folgenden Beispiel wird die Einbeziehung der innerpolnischen Problematik wie auch der deutsch-polnischen Konfliktbereiche deutlich.

Die Ausrufung des Kriegszustandes am 13. Dezember 1981 hieß für uns zunächst einmal, die Hoffnung aufzugeben, in absehbarer Zeit den Schüleraustausch zustande zu bringen. Nach wenigen Monaten ergaben sich aber schon wieder einige Kontakte. Die Drähte zwischen den beiden Stadtverwaltungen waren ohnehin nicht abgerissen und nur durch das Kappen der Telefonleitungen erschwert. Auch der Kontakt zur Polnischen Botschaft in Köln war für die Hannoveraner weiterhin sehr gut. Es sei an dieser Stelle die sehr kollegiale Zusammenarbeit mit der Botschaft der Volksrepublik Polen hervorgehoben. Man bemühte sich dort in außerordentlicher Weise, den eingeschlagenen Weg der Normalisierung fortzuführen und tat für uns alles, was im Rahmen der Situation möglich war.

Im April 1982 bekamen wir bereits die Nachricht, daß der 1981 um ein Jahr verschobene Schüleraustausch auch im Juni 1982 stattfinden könne. Die polnischen Schülerinnen und Schüler würden kommen. Trotz gewisser Skepsis liefen alle Vorbereitungen an. Leider erfolgte wieder eine Absage, deren Begründung mit den Schwierigkeiten der gegebenen Situation von uns nachvollzogen werden konnte.

Während die Bedingungen des Kriegszustandes nach und nach gelockert wurden – bis zur endgültigen Suspendierung am 22. Juli 1983 – und nun polnischerseits die Voraussetzungen wieder gegeben waren, verschlechterten sich jedoch die deutsch-polnischen Beziehungen im Laufe des Jahres 1983. Die Kontakte der beiden Partnerstädte und der beiden Partnerschulen blieben davon unberührt. In mehreren Gesprächen wurde ein Vertrag zwischen den beiden Schulen abgeschlossen. Der Vertrag sieht einen Austausch von Schülern und Lehrern, aber auch die kontinuierliche Förderung des Deutschunterrichts in Pozna durch Lehrmittel und Medien vor, die aus einem Spezialfond des Fördervereins der Elternschaft der Bismarckschule finanziert werden. Außerdem sollte die Lehrerausbildung an beiden Schulen mit einbezogen werden.

Auch der Kontakt der Lehrer und Lehrerinnen von Hannover und Pozna hat sich als sehr fruchtbar erwiesen.

Zunächst waren die Deutschlehrerinnen aus Pozna beteiligt, dann aber auch die Fachlehrerinnen für die Fremdsprachen Russisch, Englisch und Französisch. In diesen Fachbereichen – wie überhaupt überwiegend in Polen – unterrichten an unserer Partnerschule nur Frauen. Den Fremdsprachlerinnen ging es vor allem um die  modernen Methodiken  im Unterricht  der deutschen Schulen. Aber auch andere Fachlehrer aus Pozna haben von der Begegnung mit der Bismarckschule profitiert. Andererseits haben gleich viele Kolleginnen und Kollegen der Bismarckschule das V. Liceum besucht und ihrerseits vom Meinungsaustausch hohen Gewinn gehabt. Zur Zeit lehrt erstmals an einer polnischen Schule eine Lehrerin aus der BRD durch unsere Vermittlung an unserer Partnerschule in Pozna für mindestens zwei Jahre als „Assistent Teacher“ das Fach Deutsch. Auch diese Seite der UNESCO-Arbeit ist wesentlich und muß hervorgehoben werden.

Eine weitere Ergänzung erfuhr die Schulpartnerschaft zwischen dem Seminar für Deutsche Literatur und Sprache der Universität Hannover und dem Institut für Germanische Philologie der Adam-Mickiewicz-Universität (UAM) in Pozna . Dies war vor allem für die polnischen Partner wichtig, da die Lehrerausbildung dort in der zweiten Phase im Kontakt zwischen der Ausbildungsschule und der Universität erfolgt.

Beim Zustandekommen des Austausches 1983 waren die Germanisten der UAM sehr behilflich. Insbesondere der damalige Institutsdirektor, Professor Or owski, hat sich in entscheidender Weise eingesetzt und organisatorisch geholfen.

Im September 1983 reiste nun eine Schülergruppe für zwölf Tage nach Pozna . Die Unterbringung erfolgte im Studentenheim, die Beköstigung aber in der Schule. Alles war kompliziert und für unsere Verhältnisse mühevoll. Teilweise wurde es mit Humor, teilweise aber auch mit Beklemmung aufgenommen – lernten wir doch, in Ansätzen zumindest, den polnischen Alltag kennen.

Die Zielsetzungen der polnischen Kollegen waren nicht deckungsgleich mit unseren. Beides stand aber in gewisser Beziehung zueinander! Die polnischen Gastgeber stellten uns eine gut funktionierende Schule vor. Daß der Schulbesuch dort in der Regel in zwei Schichten abläuft, sei nur am Rande erwähnt. Schulraumknappheit wegen des starken Bevölkerungswachstums erzwingt dies.

Wie üblich wurde uns die ganze Schule gezeigt, auch das Zahnarztzimmer, um dessen Tür die polnischen Schülerinnen und Schüler immer einen großen Bogen machten. Die Schule ist für polnische Verhältnisse modern ausgestattet und bietet auch für die Freizeitgestaltung sehr viel. Uns wurde nichts vorenthalten, und wir nahmen jeweils in kleinen Gruppen am Unterricht teil. Nachmittags war dann ein umfangreiches Besuchsprogramm vorgesehen, das aber auch bei bester physischer Konstitution nicht durchgehalten werden konnte. Hinzu kamen nämlich die  Einladungen am  Abend. Die  Gastgeber rissen  sich geradezu darum, die deutschen Gäste, jeweils in kleinen Gruppen, privat einzuladen. Auch in diesem Zusammenhang ergaben sich eine Fülle von Eindrücken und Erfahrungen. Näheres dazu ist einer gesonderten Darstellung vorbehalten. Posen wurde uns als Stadt der Kultur dargestellt und als eine Stätte, die zusammen mit Gnesen bis zu den historischen Wurzeln des polnischen Staates zurückzuführen ist. Der gesamte Aufenthalt war einschließlich seiner Vor- und Nachbereitung für Schüler und Lehrer die praktische Umsetzung und Erfüllung des UNESCO-Gedankens.

Zur Problematik und Auswertung des Austausches

Es lassen sich verschiedene Problemebenen herausarbeiten und zum Teil weiter untergliedern. Da sind zunächst einmal die politischen Rahmenbedingungen, die bis dato eine wesentliche Rolle spielten und deshalb auch zu Beginn der Skizzierung des Zustandekommens dieser Partnerschaft erwähnt wurden. Für uns war es dabei ein wesentliches Ziel, die Schüler zur Wahrnehmung solcher politischer Zusammenhänge und ihrer sozialen Auswirkungen zu sensibilisieren. Ansatzpunkte ergaben sich genügend und sind mit Sicherheit auch in der Zukunft zu erwarten, wenn auch mit gewissen Verlagerungen. Es ergibt sich die Konfrontierung mit der DDR, da sie im Transit mit der Eisenbahn durchfahren werden muß. Die sich ergebenden Fragen können aber nur skizziert werden. Gleichwohl war und ist es Aufgabe des Lehrers, dann beim Geschehen sozusagen vor Ort Erklärungen zu geben oder Problematisierungen vorzunehmen.

Grenzkontrollen, Visa, die Spannungen angesichts der „Kontrollorgane der DDR“, die damals zwar korrekt auftraten, aber noch unangenehm wirkten. Man kann davon ausgehen, daß die Transitreisenden alle schon diese Erfahrungen gemacht haben. Interessant waren trotzdem die Fragen der „Kontrollorgane“, warum man denn nach Polen führe. Im Tonfall schwang unverkennbar eine gewisse Herablassung mit. Durchfahrt durch Berlin mit langem Warten und Blick auf die Mauer und die weiteren Grenzanlagen. Dann in Frankfurt/Oder wieder die bewachte Grenze seitens der DDR.

In Polen ergaben sich Berührungspunkte zur Politik in geringerem Maße. Man muß aber sagen, daß in diesem Zusammenhang die Sensibilisierung eine wesentliche Rolle spielt.

Die polnischen Schüler informierten uns natürlich über die damals verbotene Solidarno und den wenige Monate zuvor erfolgten Papstbesuch: ein Politikum ersten Ranges – gewollt und auch verstanden.

Die Versorgungsmängel ergaben zwangsläufig Diskussionen über die Wirtschaft beider Länder. Die oft neidlose Anerkennung und Bewunderung durch junge Polen kann Beklemmungen hervorrufen und muß in intensiven Gesprächen durch den Lehrer aufgefangen werden.

Der politische oder sozio-ökonomische Gesichtspunkt sollte auf keinen Fall in der Erwartung des Lehrers überbewertet werden. Bei allen Begegnungen stellt sich nämlich heraus, daß es sich bei den Schülern und Schülerinnen dieser beiden Länder um Jugendliche handelt, die völlig identische Probleme, Wünsche, Sorgen und Wertvorstellungen haben. Dieser Gesichtspunkt aber, bei dem am Ende der Begegnung die Erkenntnis der „Normalität“ und der individuellen Sympathie oder auch Antipathie steht, ist doch das, was wir mit dem UNESCO-Gedanken als allererstes erreichen wollen. Der Versuch, politisch zu diskutieren, sollte vom begleitenden Lehrer sehr behutsam und zurückhaltend umgesetzt werden. Auf der anderen Seite ergeben sich nämlich eine Fülle von Individualerfahrungen, die ihrerseits durchaus gesellschaftspolitisch interpretiert werden können. Es genügt dabei, die Summe der Schülererfahrungen zu sammeln und in Ruhe zu besprechen.

Ein Beispiel: Einer unserer Schüler wollte gern eine „Prawda“ haben. Am Kiosk konnte er keine bekommen. Er bat also seinen am Abend zuvor gewonnenen Freund, ihm eine bei einem Kiosk zu besorgen. Der polnische Schüler reagierte eisig und wollte um keinen Preis diesen kleinen Dienst leisten. Nach massiven Bitten tat er es doch. Eine Verkäuferin am Kiosk kramte dann den Stapel der druckfrischen „Prawda“ hervor; man erkannte, daß offensichtlich monatelang kein Exemplar verkauft worden war und die Zeitungspakete ungeöffnet dem Altpapier zugeführt worden waren. Unser Schüler klemmte sich die „Prawda“ unter den Arm und schritt fröhlich von dannen. Mehrere Passanten haben ihn angerempelt und beschimpft. Die polnischen Schüler, die ihn begleiteten, haben nicht alle polnischen Schimpfworte übersetzen wollen oder können.

Eine Episode am Rande, aber doch typisch. Die polnischen Schüler diskutierten nicht über die Sowjetunion. Auf dieses brisante Thema ging man nur mit abfälligen Witzen und aggressiven Bemerkungen ein oder man schwieg bewußt.

Über die innerpolnischen Probleme wurden aber ungeniert die Meinungen ausgetauscht, und man erzählte ohne jegliche Hemmungen. Ein Politikum erfuhren unsere Schüler über das Verhältnis der polnischen Jugend zur Kirche. Eine Reflexion würde jetzt den Rahmen sprengen. Es ist aber völlig anders als das oberflächliche oder kritisch-distanzierte Verhältnis der großen Mehrheit unserer Schüler zu den Kirchen.

Ein wichtiges Politikum ist die Begegnung mit der Geschichte, und zwar mit der eigenen deutsch-polnischen Vergangenheit.

Es sind zwei Epochen der gemeinsamen Geschichte, die von wesentlicher Bedeutung sind: Die Zeit der Teilungen, also der Nichtexistenz des polnischen Staates von 1795 bis 1919, und die Zeit der Okkupation von 1939 bis 1945. Beide stehen in einem inneren Zusammenhang, bedeuteten sie doch den Abwehrkampf der Polen um die Existenz ihres Staates und ihrer Nation. Es ist nun unbedingt nötig, in einer Vorbereitungsphase die Rolle und Praxis der preußisch-deutschen Politik, vor allem nach der Reichsgründung 1871, zu klären. Es sei hier erinnert an die Germanisierungspolitik unter Bismarck, die Ansiedlung und Privilegierung von Deutschen und die Unterdrückungsmaßnahmen gegenüber den Polen in ihrer eigenen Heimat.

All diese Dinge sind den polnischen Schülern sehr wohl bekannt. Sie reagieren mit völligem Unverständnis, wenn sich in Gesprächen auch historische Bezüge im Spannungsfeld zwischen Polen und Deutschen ergeben und manche unserer Schüler kaum wissen, wer Friedrich der Große war, oder wenn sie die ehemaligen preußischen Provinzen mangels ausreichender Kenntnisse nicht bezüglich dieses deutsch-polnischen Problems sehen.

Zeugen des Abwehrkampfes des polnischen Bürgertums gegenüber Preußen kann man in Posen ausreichend finden: Das kleine, damals polnische Theater in der Nähe des größeren, ehemals deutschen Theaters; die Raczynski-Bibliothek, ein schöner, im klassizistischen Stil errichteter Bau; dann die Cegielski-Werke, die von dem damaligen Gymnasiallehrer für Griechisch und Latein Cegielski als Konkurrenz zu den deutschen und jüdischen Firmen gegründet wurden; ferner das frühere Palais des Kronprinzen und dann die vielen Villen und zum Teil protzigen Häuser aus der preußischen Zeit.

Neben diesem Abwehrkampf, der zur Jahreswende 1918/19 zum sogenannten „Großpolnischen Aufstand“ führte[2], ist es dann der Widerstandskampf während der Okkupationszeit. Es war ein Kampf gegen die physische und psychische Vernichtung des polnischen Volkes. Leider sind die Kenntnisse unserer Schüler über den begonnenen polnischen „Holocaust“ zumeist sehr gering. Da im Schulunterricht bezüglich des Zweiten Weltkrieges im Rahmenthema Nationalsozialismus in der Regel andere Akzente gesetzt werden, ist das Wissen der Schüler oft Anekdotenwissen der Eltern und Großeltern und manchmal gar die unverfälschte Reproduktion der Vorurteile, die einmal von der Nazipropaganda geprägt worden sind.

Es ist nötig, auch diese Dinge anzusprechen, denn in jeder polnischen Stadt gibt es Zeugen dieser Zeit, mit denen die Schülerinnen und Schüler konfrontiert werden.

Ich nenne nur die wenigsten: in Warschau das Pawiak-(Gestapo-)Gefängnis, das Ghettodenkmal und den Wiederaufbau der systematisch zerstörten Altstadt, in Danzig die Westerplatte, in ód die Gedenkstätte des „Kinder-KZ“ und das Gestapo-Gefängnis „Radegast“, in Lublin das KZ Majdanek; und die anderen KZ mit ihren Gedenkstätten: Stutthof auf dem Gebiet des ehemaligen Freistaates Danzig, Auschwitz-Birkenau, Treblinka, Sobibor und Belzec, Kulmhof, an der Europastraße zwischen Warschau und Posen gelegen, und Groß Rosen östlich von Breslau.

In jeder Stadt gibt es Gedenktafeln für ermordete Bürger und Widerstandskämpfer. Man muß die Schüler unbedingt auf diese Dinge vorbereiten. Sie müssen vorher Zeit haben, über die Begriffe Schuld, Verantwortung und Versöhnung nachzudenken und zu sprechen. Die gesamte Problematik kann ihnen erst bewußt werden, wenn sie dann in Posen auf dem Gelände der ehemaligen Festung stehen, von den Tausenden Gefallenen erfahren und die Grabreihen sehen.

Diese schockartige Konfrontation mit der Geschichte ist zugleich, so makaber es klingt, ein didaktisch sinnvoller Ansatz, über die Problematik der Geschichte und auch über Geschichtsbewußtsein zu sprechen. Zusammen mit der Nachbereitung ergeben sich dann erst die tiefgehenden Eindrücke und der Lernerfolg.

Wir haben bezüglich der Begegnung mit der Geschichte die günstige Möglichkeit, weite Bereiche der deutschen und polnischen Geschichte deutlich zu machen. Gleichzeitig ergibt sich aber auch die zwingende Notwendigkeit zur intensiven Vor- und Nachbereitung.

Es wären nicht nur vertane Chancen: es wäre eine Brüskierung von Gastgebern, mit unvorbereiteten Jugendgruppen nach Polen zu reisen. Solche Reisegruppen, die aus vielen Ländern anzutreffen sind, gewinnen leider zu oft falsche und für uns peinliche Eindrücke und nehmen dann leicht diese falschverstandenen Erkenntnisse mit nach Hause. Bei diesen Jugendlichen spielt das „Ghetto“ des billigen Luxushotels [da es einfach zu wenige einfache Unterkunftsmöglichkeiten für die vielen Jugendreisegruppen gibt] und der billig zu erwerbende Alkohol eine Rolle.

Gerade in den Berührungspunkten zur Geschichte wird deutlich, daß die UNESCO ja nach dem Kriege gegründet wurde, um im internationalen Erziehungsprozeß der Jugend mit Hilfe von Begegnungen die Probleme der Völkervernichtung und des Hasses zu bewältigen und die Weichen für die Zukunft eines friedlichen Miteinanders zu stellen. Diesem zentralen Anliegen der UNESCO kann in Polen vor allem auch für uns Deutsche wie kaum in einem anderen Lande, vielleicht mit Ausnahme noch von Israel und der Sowjetunion, Rechnung getragen werden.

Die pädagogische Situation in polnischen Schulen

Die pädagogischen Probleme, die im Bereich einer polnischen Schule sichtbar werden, sollen nur kurz angesprochen werden. Das Schüler-Lehrer-Verhältnis ist eher als traditionell anzusehen. Direktor, Lehrer und Lehrerinnen gelten als Respektspersonen und werden auch mit „Herr Direktor“ oder „Frau Professor“ angeredet. Der Unterricht läuft in hohem Maße als Frontalunterricht ab. Ansätze zu einer Mitbeteiligung der Schüler an der Unterrichtsplanung und -gestaltung gibt es kaum. Die Reformdiskussion der sechziger und siebziger Jahre in Westeuropa ist an der Schulwirklichkeit in Polen spurlos vorübergegangen, und es hat keine Versuche zu einer entsprechenden Reform gegeben. Gleichwohl wurden alle Reformen von Expertengremien beobachtet und ausgewertet. Das Problem der Nichtumsetzung lag in der Starrheit des bürokratischen Systems, des politischen Dogmatismus bzw. der eindeutigen Reformunfähigkeit des realen Sozialismus. Alle wesentlichen politischen und sozialen Reformen in Polen mußten ertrotzt werden, und das gelang nur in Schwächephasen des Staates.

Andererseits muß man die ungeheuer schwierigen Aufbauphasen nach dem Kriege sehen. Polen hatte das Problem, überhaupt ein leistungsfähiges Bildungssystem zu entwickeln, und das ist im wesentlichen gelungen! Die Frage nach Reformen wird denn auch nicht als so gravierend angesehen.

Hinzu kommt, daß die einzige wesentliche oppositionelle Kraft, die katholische Kirche, in ihrem Wesen als stockkonservativ gilt und unter allen katholischen Kirchen in Europa wohl eher als reformfeindlich einzustufen ist. Aber auch dieses hat wiederum Gründe, die aus der spezifischen Geschichte des Landes abzuleiten sind.

Bei aller berechtigten Kritik muß man in Polen sehr vorsichtig sein mit Werturteilen, die westliche Maßstäbe zum Vergleich anlegen! Aber auch dies gehört zu den Erfahrungen, die in Polen gemacht werden. Das bedeutet bei Schülerreisen nach Polen für den begleitenden Lehrer ein hohes Maß an Aufnahmebereitschaft und sehr viel Geschick, die Schülerinnen und Schüler zu sensibilisieren.

Man sollte das intensive Gespräch mit den polnischen Kollegen und Kolleginnen suchen. Übrigens unterrichten kaum Männer in den Schulen. Bei den Gesprächen sind die gegenseitigen Erwartungen und Wünsche nicht deckungsgleich. Für die polnischen Lehrerinnen und Lehrer steht die Information im Vordergrund. Sie möchten von der moderneren Methodik und den Erfahrungen in unseren Schulen profitieren. Dem sollte man unbedingt durch Bücher über Didaktik und Methodik der einzelnen Unterrichtsfächer als mitzubringende Geschenke Rechnung tragen. Für uns bundesdeutsche Lehrer steht dann oft die Diskussion über eine bestimmte uns sichtbare Problematik im Vordergrund. Dieser Ansatz zu einer kritischen Reflexion hat aber in der Ausbildung und Praxis des Lehrerberufes in Polen nicht den gleichen Stellenwert wie bei uns. Konkret: Über die Anweisung des Herrn Direktors wird eben nicht diskutiert, sondern im Lehrerzimmer geschimpft. Einen Personalrat gibt es natürlich auch nicht.

In den Jahren 1980/81 hatte die Solidarno -Gruppe einer Schule eine gewisse Kontrollfunktion wahrgenommen. Nach Zerschlagung dieser unabhängigen Gewerkschaft blieb alles wieder beim Alten. Es ist ungeheuerlich, welche Chancen das kommunistische System stalinistischer Prägung in diesem Zusammenhang nicht nur vertan, sondern sogar zerschlagen hat. Diese Zerstörung einer politischen Kultur, die in der Zeit der Aufklärung begann und neu in den sozialen und politischen Bewegungen des 19. und 20. Jahrhunderts weiterentwickelt wurde, wird erst jetzt wieder durch Basisbewegungen reaktiviert. Die Chancen, die der reale Sozialismus gehabt hat, sind auf Generationen vertan.

Dies muß man wissen, um Reaktionen von Lehrern und Schülern, Meinungsäußerungen etc. richtig verstehen zu können. In diesem Zusammenhang steht auch die geradezu verklärte Betrachtung des Westens und die totale Verdammung alles Eigenen. Jahrelange, zum Teil primitive Propaganda hat das genaue Gegenteil dessen bewirkt, was sie eigentlich erreichen wollte. Dies führte aber nicht nur zu einer Nichtreflexion, sondern sogar zu einer emotionalen Ablehnung all dessen, was irgendwie mit dem Staat und dem politischen System zusammenhängt. Das hat zur Konsequenz,  daß auch  unbestritten positive Leistungen, die Aufbauleistungen in diesem am schwersten durch den Krieg betroffenen Land, von den Bürgern nicht mehr wahrgenommen oder gar „in Grund und Boden verdammt“ werden. All diese Irrationalitäten sind Ausdruck und Mitverursacher der Sozialpathologie. Die Verfahrenheit der gesamten Situation, die nach ökonomischen Kriterien totale Hoffnungslosigkeit und andererseits die gegenwärtige völlig irrationale Euphorie machen dieses Land immer wieder interessant.

Es ist zu empfehlen, in Auswertungsgesprächen die Schüler längere Phasen erzählen zu lassen. Nicht nur, um manche Sachverhalte zu klären, sondern auch, um den Hang unserer Schüler zur Überheblichkeit – ein seit Jahren sich entwickelndes bundesdeutsches Phänomen – einzudämmen. Die Überheblichkeit aufgrund der westdeutschen ökonomischen Stärke erscheint uns zusammen mit der neuen Reproduktion klassischer deutscher Vorurteile das entscheidende Problem der gegenwärtigen jungen Generation im Zusammenhang mit den östlichen Nachbarländern der BRD, vor allem in Bezug auf Polen, zu sein. Übrigens gibt es bei Jugendlichen aus der DDR gegenüber Polen ähnliche Erscheinungen. Wir können jedoch aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in diesen skizzierten Problembereichen von positiven Ergebnissen sprechen – aber: die Problematik muß uns Lehrern bewußt sein.

Der Gegenbesuch der polnischen Schüler

Nun zum Gegenbesuch der polnischen Schüler: Vorab müssen wir feststellen, daß uns ein riesengroßer Stein vom Herzen fiel, als wir hannoverschen Kollegen die polnischen Schüler und Lehrer und den Herrn Direktor am Bahnhof in Helmstedt im Empfang nahmen, um gemeinsam mit dem Bus nach Hannover zu fahren.

Die polnischen Gäste konnten nämlich nicht, wie geplant und abgesprochen, ein Jahr später – im September 1984 – nach Hannover kommen! Zunächst schlug die sogenannte „Wende“ in Bonn aufgrund gewisser Sonntagsreden, die wohl die Dauermobilisierung des Potentials der Vertriebenenverbände zum Ziel hatten, voll durch. Die politischen Fronten verhärteten sich, obgleich die innenpolitischen Voraussetzungen in Polen durch den zunehmenden Liberalisierungs- und Demokratisierungsprozeß an sich sehr positiv waren für unsere gemeinsame UNESCO-Arbeit.

Die vorläufig zugesagten Genehmigungen wurden in Warschau zurückgezogen, obwohl das Volksbildungsministerium sich für die Fahrt ausgesprochen hatte; dort saßen viele Reformer, die die gemeinsame Arbeit weiterhin selbstverständlich unterstützen wollten. Im Außenministerium gab es eine positiv eingestellte, starke Fraktion, vor allem im Bereich der Westexperten. Verhindert hat dann die Fortführung des Schüleraustausches das sogenannte Administrationsministerium, das während des Kriegszustandes gebildet worden war und in dem die „Betonfraktion“ dominierte. Inwieweit Druck aus der DDR zur Verhinderung unserer Kontakte erfolgte, ist von dieser Stelle aus nicht zu beurteilen. Man muß aber davon ausgehen, daß dieser permanent erfolgt, wenngleich alle relevanten politischen Kräfte in Polen den Weg der Unabhängigkeit von der Sowjetunion und der DDR in bezug auf die Westpolitik beschritten und beschreiten.

Ab 1985 haben dann alle am Zustandekommen Beteiligten politisch gekämpft, um diesen Schüleraustausch nicht durch das dumme und unverantwortliche Gerede gewisser Sonntagspolitiker in der Bundesrepublik und der Betonfraktion in Warschau kaputt gehen zu lassen.

   Politische Amts- und Funktionsträger, vor allem in der Sozialdemokratischen Partei und der F.D.P., setzten sich für uns ein. Auf polnischer Seite verdanken wir eine wichtige Unterstützung dem damaligen stellvertretenden Ministerpräsidenten Rakówski. Der Oberbürgermeister von Hannover und der Stadtpräsident von Pozna setzten sich ebenfalls nachdrücklich ein. Die Botschaft der Volksrepublik Polen hat unser Bemühen ebenfalls sehr wohlwollend unterstützt. Den entscheidenden Durchbruch hat dann aber eine Intervention des ehemaligen Bremer Bürgermeisters Hans Koschnik als Vorsitzender des interfraktionellen Polenausschusses im Bundestag beim ZK-Sekretär für Auswärtiges im Politbüro im Dezember 1985 während der Brandt-Reise nach Warschau zu unseren Gunsten verursacht.

Mit zwei Jahren Verspätung – das deutsch-polnische Verhältnis hatte sich nach der Rede des Bundespräsidenten zum Gedenktag des 8. Mai 1945 und dank der Bemühungen des deutschen Außenministers und jetzt auch aller im Bundestag vertretenen Parteien merklich entspannt – konnten wir die polnischen Gäste im September 1986 empfangen. Kleinere Pannen bei der Vorbereitung gehören zum polnischen Alltag und sollen nicht extra erwähnt werden.

Die politische Hintergrundproblematik wurde aber skizziert, um deutlich zu machen, daß fruchtbare UNESCO-Arbeit in diesem europäischen Entspannungsprozeß mit deutschen und polnischen Jugendlichen nur innerhalb der gegebenen Rahmenbedingungen ablaufen  kann. Leider  ist ein  Hemmschuh, der aufgrund bundesdeutscher Kulturquerelen entstandene Kompromißbeschluß der Kultusministerkonferenz von 1982, die „Perlenkette“, d.h. die sogenannte Grenze von 1937, auch auf physischen Landkarten für den Schulgebrauch zu verzeichnen, noch immer nicht beseitigt. Die auch jetzt, 1989, am Vorabend zum fünfzigsten Jahrestag des Kriegsbeginnes wieder hochgespielte unselige Grenzdiskussion hat zur Folge, daß das Kulturabkommen mit Polen nach wie vor auf Eis liegt und der Wunsch des Bundeskanzlers, noch zu seiner Amtszeit ein Deutsch-Polnisches Jugendwerk zu gründen, als etwas zu optimistisch einzustufen ist. Wir müssen akzeptieren, daß Polen seine Prinzipien hat und diese trotz wirtschaftlicher Depression beibehält. Die Selbstachtung der Polen läßt es nicht zu, daß sie sich verkaufen!

Also auch in diesem Bereich spüren wir die Grenzen der UNESCO-Arbeit! Das bedeutet aber nun nicht, daß die Arbeit behindert wird. Man muß sagen, daß alle anstehenden Probleme einvernehmlich in sinnvollen Kompromissen geklärt werden konnten.

Der Schüleraustausch von 1986 kann kurz skizziert werden: An mehreren Tagen erfolgte vormittags gemeinsamer Unterricht in der Bismarckschule. Daneben wurde ein gemeinsames Besichtigungsprogramm abgewickelt. Zum offiziellen Teil gehörte auch ein Empfang beim Oberbürgermeister, der unsere gemeinsame Arbeit würdigte. Die Kultur kam ebenfalls nicht zu kurz, und außerdem gab es intensive persönliche Kontakte. Am Abschluß der zwölf Tage waren alle Beteiligten erschöpft aber glücklich. Wir hatten die Hoffnung, 1987 ohne Probleme den Besuch erwidern zu können. Plötzlich kam aber von polnischer Seite der Vorschlag, aus dem Schüleraustausch eine gemeinsame Ferienaktion deutscher und polnischer Schüler an der Ostsee zu machen. Offensichtlich hatten die gemeinsamen Gegner in der polnischen Politik wieder einen Versuch gestartet, uns aus der Schule herauszudrängen und damit die langjährige Arbeit zu blockieren. Wir sahen es so! Gemeinsam mit den polnischen Partnern fanden wir einen sinnvollen Kompromiß: Wir vereinbarten, daß der Schüleraustausch fortan themenorientiert ablaufen sollte, und zwar beim Besuch und Gegenbesuch. Dies bedeutete, daß im September 1987 die hannoversche Gruppe zunächst vier Tage gemeinsam mit den polnischen Schülern an einem See bei Posen (im Warthe-Netze-Bereich) einen Segelkurs machen und auch im Zeltlager gemeinsam wohnen sollte. Der enge Kontakt und die bewußt primitive Unterbringung am See wurden als sehr positiv aufgenommen. Anschließend fuhr man nach Pozna zum ersten Schultag nach den polnischen Sommerferien. Dort liefen Unterrichts- und Begleitprogramm entsprechend ab. Unsere Schüler erlebten noch eine sehr schöne Jubiläumsfeier in den gemeinsamen Tagen. Die Unterbringung erfolgte dort in der Jugendherberge.

Beim Gegenbesuch 1988 fand zunächst – im Rahmenthema Sport – ein gemeinsames Zeltlager am Steinhuder Meer statt, bei dem man Surfen und Segeln lernen konnte. Anschließend kamen die Schüler in die Bismarckschule. Das etwas verkürzte Programm entsprach dem vorhergehenden. Die Unterbringung erfolgte in der Jugendherberge am Maschsee, so daß die polnischen Schüler zu Fuß die Bismarckschule erreichen konnten. Das Maschseefest bildete einen Höhepunkt. Für die Lehrer und Schüler an der Bismarckschule war der Schüleraustausch mit Polen zu einem Stück Normalität und Routine geworden. Die Anstrengungen und Belastungen hatten sich gelohnt.

Die für die Jahre 1989 und 1990 geplanten Fahrten stehen unter dem thematischen Aspekt Geographie. Dies bedeutet, daß innerhalb der vorgesehenen zwölf Tage ein gemeinsamer viertägiger Besuch der „Dreistadt“ Gda sk-Sopot-Gdynia stattfindet. Dort sollen gemeinsam Studien unter stadtgeographischen, ökologischen und ökonomischen Gesichtspunkten erfolgen. Wissenschaftler der Universität Danzig haben sich gern zur Hilfestellung bereit erklärt.

Die restliche Zeit wird wieder gemeinsam in Pozna verbracht. Novum ist, daß nun endlich die Unterbringung in den Gastfamilien erfolgt. Damit ist in diesem Zusammenhang unser Ziel erreicht und auch hier ein Stück Normalität unter Freunden hergestellt.

Die Details des Gegenbesuches sind noch nicht konzipiert. An dieser Stelle sei auch die hohe Unterstützung durch die Stadt Hannover erwähnt, ohne die unter den gegebenen Umständen der Schüleraustausch nicht hätte durchgeführt werden können. Dank gebührt insbesondere dem Oberbürgermeister und den Kollegen im Kulturamt der Stadt Hannover, das für die Kontakte mit Pozna zuständig ist.

Außerdem haben wir wesentliche Hilfe und Unterstützung vom Deutschen Polen-Institut in Darmstadt erhalten: Herr Dedecius hat sich persönlich dafür eingesetzt, daß wir aus dem Fond des Herrn Bundespräsidenten von Weizsäcker erhebliche Mittel für Ausflüge, Konzerte und Lehrmaterial als Starthilfe zur Verfügung gestellt bekamen.

Nachbemerkungen für begleitende Lehrkräfte

Man sollte möglichst jede nach Polen reisende Jugendgruppe gut vorbereiten; für Schüleraustauschgruppen ist dies aber unabdingbar. Nähere Ausführungen dazu sind in einem Aufsatz von meiner Kollegin Eva Helms und mir enthalten[3]. Wesentliche Punkte sind die Sensibilisierung für das Alltägliche sowie die Bewußtmachung des „bei uns“ Selbstverständlichen. Es ist wichtig, bekanntes Wissen über Polen aus dem Geschichts- und Erdkundeunterricht zu wiederholen. Weiterhin muß vorher und hinterher über die Problematik des vorurteilsbesetzten Wissens gesprochen werden. Da in Polen „alles anders ist als in der DDR“, sollte man versuchen, die Schüler zur Aufnahme des Neuen aufzuschließen bzw. spontane Schüleräußerungen während des Aufenthalts zu sammeln und möglichst darüber zu sprechen.

Ein delikates Problem sind die Fragen nach den Gastgeschenken. Schüler weigern sich oft, Schokolade und Kaffee mitzunehmen, da sie nicht „Weihnachtsmann“ spielen wollen.

Man muß ihnen dann sagen, daß jemand sich riesig und auch wirklich echt über ein solches Mitbringsel freut, weil er es sich gegen Landeswährung nicht kaufen kann und gegen US-Dollar nur zu horrenden Preisen! Wenn demnächst alle Waren, abgesehen von den allernötigsten Grundnahrungsmitteln, nicht mehr subventioniert werden und der Verkauf auch in Landeswährung möglich ist, dann werden mit Sicherheit alle Preise über dem bundesdeutschen Niveau liegen. Auch an diesen Beispielen kann man die Bitternis des völlig abgesunkenen Lebensstandards deutlich machen.

Beim Besuch polnischer Jugendlicher sollte man versuchen, z.B. im Rahmen einer alternativen Stadtführung wie in Hannover, bei der auch die Stätten der KZ und die Gräber ermordeter polnischer und russischer Zwangsarbeiter besucht werden, oder auch durch eine gemeinsame Fahrt zur Gedenkstätte Bergen-Belsen, eine spezifische Form der Betroffenheit angesichts der Teilnahme von Angehörigen der Opfernation zu erreichen. Wir haben z.B. 1986 zusammen mit den polnischen Austauschschülern und gleichzeitig anwesenden amerikanischen Austauschschülern Bergen-Belsen besucht; eine vollständige Darstellung und Auswertung kann jetzt nicht vorgenommen werden. Nur eines: Wir waren am Ende des Rundganges, als wir uns vor der Gedenkstätte trafen, völlig unfähig, Worte für die Eindrücke und Gedanken zu finden. Wir haben geschwiegen. Hier mußte dann der Lehrer das Schweigen angemessen durch wenige Sätze beenden. Ich muß sagen, daß ich selten unter einer solchen Spannung schweigend verharrt habe.

Ein Anfangsproblem sollte noch erwähnt werden: Für die polnischen Schüler bedeutet es eine sehr hohe Auszeichnung, in die Bundesrepublik fahren zu dürfen. Die Auswahl stellt in der Regel eine Belohnung für sehr gute Leistungen dar. Alle Schülerinnen und Schüler werden aber vorher eindrücklich ermahnt, ihre Schule, ihre Stadt und ihr Land würdevoll zu vertreten. Die polnischen Lehrerinnen legen dann – zumindest solange man sich noch nicht so gut kennt – sehr viel Wert auf vorbildliches und diszipliniertes Verhalten ihrer „Zöglinge“. Man sollte also bei gemeinsamen Veranstaltungen, bei denen es darum geht, gemeinsame Regeln aufzustellen und einzuhalten oder auch das Ende einer abendlichen Veranstaltung festzulegen, recht behutsam vorgehen. Wir hannoverschen Lehrer haben in solchen Fällen vorgelebt, wie wir kollegiale Entscheidungsprozesse, auch zusammen mit dem Schulleiter, durchführen und umsetzen. Hier hat sich aber inzwischen ein völlig problemloses kollegiales Miteinander und Lernen voneinander ergeben. Ein weiterer sehr wichtiger Aspekt ist der Konsens im eigenen Kollegium. Ein Schüleraustausch, vor allem in diesem sensiblen Bereich, ist nur möglich, wenn er von einer breiten Mehrheit des Kollegiums und auch der Elternschaft getragen wird. Außerdem gibt es an der Bismarckschule den Konsens, den Schüleraustausch auf möglichst viele „Schultern“ zu verteilen. Bisher sind jeweils andere Kolleginnen und ein anderer Kollege zur Begleitung mitgefahren. Gleiches gilt für den parallel ablaufenden Lehreraustausch, bei dem pro Jahr eine kleinere Delegation von Lehrern und Lehrerinnen fährt oder bei uns zu Gast ist. Diese wenige Tage dauernden Besuche dienen außerdem jeweils der Vorbereitung des dann folgenden Besuches mit der Schülergruppe. Wir erkennen inzwischen, daß vor allem im Zusammenhang mit den sinkenden Schülerzahlen und den dadurch kleiner werdenden Schulen die Belastung steigt. Dies hat zur Folge, daß wir die „Ermüdungen“ spüren. Die Frage, ob und inwieweit man alle Aktivitäten im vollen Umfange aufrecht erhalten kann, ist nicht grundsätzlich zu klären. Neben Stundenentlastungen für besonders belastete Kollegen und Kolleginnen bietet sich auf anderer Ebene eine Kooperation mit einer anderen Schule an, die vielleicht noch keinen Austausch praktiziert.

Bezüglich unseres Türkeiaustausches kooperieren wir z.B. mit dem Gymnasium Bad Nenndorf.[4] Solche Regelungen sind gegebenenfalls zu erörtern. Auf keinen Fall aber sollte man angesichts der für die Zukunft zu erwartenden sozialen Spannungen in Europa und des Wachsens von Vorurteilspotentialen in der Bevölkerung von einer sinkenden Bedeutung der UNESCO-Arbeit ausgehen. Noch ein Hinweis: In der Bismarckschule wird gegenwärtig erwogen, Erfahrungsberichte über alle Ansätze der UNESCO-Arbeit und auch über die frühere Arbeit seit den fünfziger Jahren zusammenzustellen und zu veröffentlichen[5]. Zu nennen wären Aktivitäten bezüglich japanischer und afrikanischer Gruppen, ein Austausch mit den USA sowie ein amerikanisch-europäisches UN-Projekt in Den Haag (THIMUN), der laufende Finnlandaustausch und die Englanderfahrungen.

Lothar Nettelmann

Anmerkungen

[1]      der Begriff „Partnerschaft“ wurde offiziell vermieden; man sprach stattdessen von einer „Rahmenvereinbarung“; als Bezeichnung der Partnerstadt wird „Posen/Poznan“ gewählt, wenngleich der Oberbürgermeister bewußt die Bezeichnung „Poznan“ benutzt.          

[2]      die Region um Posen heißt „Großpolen“, Wielkopolska!

[3]      Lothar Nettelmann und Eva Helms: Schüleraustausch Poznan-Hannover. In: Arnoldsheimer Texte, Band 23, „Dialog mit Polen“. Frankfurt 1984

[4]      Anmerkung 1997: Dieses Kooperation ist nach einmaligem Versuch wegen organisatorischer Schwierigkeiten und Koordinationsproblemen zwischen den Schulleitungen aufgegeben worden.

[5]      begonnen wird mit einer „Schriftenreihe des UNESCO-Club“, in der vor allem Reiseberichte erscheinen, so über Studienfahrten nach Polen 1985 und 1987, in die Türkei 1985, in die Länder des Nahen Ostens 1987, nach Ungarn 1987 und 1989. Auch der Bericht über ein Symposium über Ausländerpädagogik, das 1988 in der Bismarckschule Hannover stattfand, wird in dieser Reihe in Kürze erscheinen. Herausgeber ist der UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V. (vgl. die Publikationsliste des UNESCO-Club für die UNESCO-Schule am Maschsee, Bismarckschule Hannover, e.V., mit dem Stand von 1997 im Anschluß an diesen Aufsatz!).

Inhalt:

Die Partnerschaft der Bismarckschule und des V. Liceum

Zur Problematik und Auswertung des Austausches

Die pädagogische Situation in polnischen Schulen

Der Gegenbesuch der polnischen Schüler

Nachbemerkungen für begleitende Lehrkräfte

Anmerkungen

Impressum für diesen Text:

Auszüge aus: Gerhard Voigt / Lothar Nettelmann: Die Arbeit einer UNESCO-Schule: z.B. Schulpartnerschaften mit Polen und mit der Türkei. Universität Oldenburg, Zentrum für pädagogische Berufspraxis. Oldenburger Vor-Drucke [ISSN 0932-7584]. Heft 98/90, 2. Auflage 1991. Oldenburg.

In Abschnitten nachgedruckt in Gerhard Voigt / Lothar Nettelmann / UNESCO-Club Hannover: Ein Jahrzehnt Türkeipartnerschaft
im Rahmen der UNESCO-Projektschul-Arbeit der Bismarckschule Hannover und der Schulpartnerschaften mit İstanbul und Poznań.
http://www.tuerkei-didaktik.de/Tuerkei/Partnerschaften/bericht96_G.htm

Vorliegende Internet-Fassung: Verantwortlich Gerhard Voigt, OStR i.R.
vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de
http://www.voigt-bismarckschule.de
Stand: 28.07.2009

 

 

   
   

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Gerhard Voigt, OStR i.R. - Kontakt vgl. Impressum

bismarckschule.voigt@gmx.de

Bearbeitungsstand: 25. 07 2005.

Letzte Bearbeitung: 13.02.2011

   
   

 

     
   

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